Harriet’s

Spionage aller Art

Archiv für Werbung

Stefan Niggemeiers Marketinggag

Keine Überschrift prangt da auf dem Blog von Bruce Stefan Allmächtig. Und – zumindest momentan – schon mehr als 70 Kommentatoren wundern sich, finden es komisch oder stellen fest, dass es gar nicht stimmt, dass Herr Niggemeier sich für keine Überschrift zu blöd ist (Kleiner Tipp von mir: Vorsicht, Löschgefahr 😉 ).

Nein, Stefan Niggemeier wagt keinen Ausflug in die Satire, er hat auch keine tolle Idee, er will einfach nur die Werbung für ein Stellengesuch einrahmen. Ist das etwa ein total innovativer Marketinggag für den zahlenden Kunden? Sicher wieder eine Freundin von einem Freund von einem zufällig in der Jury von Irgendwo sitzendem Freund oder so oder wie oder was. Er macht das sicher völlig „umsonst“, weil er hinter dem Stellengesuch steht? Ist das nicht herrlich, wenn man so allmächtig zu sein scheint, dass man mit NICHTS außer einem Anzeigengeschäft die Menschen unterhalten kann!

Völlig ohne Zusammenhang und wirklich rein zufällig fällt mir ein alter Spruch ein: Hochmut kommt vor dem Fall.

Eine Überschrift, über die man reden kann!

Werbung der besonderen Art jetzt bei Stefan Niggemeier. Da kann der staunende Besucher seines Blogs lesen, mit welch innovativen Fragen  „Jungjournalisten“ einen Ex-Absolventen konfrontieren und wirklich ein gelungenes Bild von ihm abliefern. Denkt man zumindest, wenn man es überfliegt. Aber, mal ganz ehrlich, gibt’s was Neues? Ist das ein Interview, das so außergewöhnlich ist, dass man es weiterempfehlen muss?

Ich finde es peinlich, sich im eigenen Blog so offensichtlich beweihräuchern zu lassen. Keine Ecke, keine Kante am Nörgelmeier, an die sich die Jungjournalisten herantrauten. Und das er solche hat, das ist doch offensichtlich. Spätestens nach der einzigen Frage, die uns Neues eröffnet, nämlich die, nach der Vision für den Ruhestand. Soso, die Rosamunde Pilcher-Roman-Variante soll es sein, ach ne, war nur ein Scherz, Cornwall bleibt doch niggefreie Zone.

Sagte ich schon, dass ich einst von der Schülerzeitung des Keplergymnasiums in Tübingen interviewt wurde? Das war sehr gelungen, der Interviewer hat heute zwei Sekretärinnen, ein Reitpferd und ein Segelboot am Ammersee. Ich will Euch deshalb die Essenz nicht vorenthalten. Was ich nach meinem Abitur machen wolle?  Schafe in Neuseeland züchten. Interessant? Ich würde sagen, entschieden mehr Hintergrund über die Interviewte in der Schülerzeitung als in der Abschlußzeitung der Deutschen Journalistenschule.

Außer einer frechen Überschrift, über die man auch noch geteilter Meinung sein kann, ist den jungen Herren nämlich nichts eingefallen, was über den Tellerrand eines Standardinterviews hinausgeht. Guckste hier, weißt Du auch schon das Gleiche.

Yahoo, mir graut vor dir!

Mit dem Datenschutz nimmt es Yahoo nicht so genau und verhilft dem chinesischen Staat zu Verhaftungen von Autoren und Dissidenten. Und steht dazu, natürlich auf die lokalen Gesetze hinweisend, aber die Menschenrechte mit Füßen tretend.

Yahoo, das klingt funny, Yahoo klingt nach Spiel & Spaß, aber Yahoo ist eben ein Web-Gigant, der seine Verantwortung gegenüber Menschen und deren Rechte nicht so genau nimmt. Wissentlich Kritikerdaten an das zu Recht kritisierte Regime ausliefern, das ist menschenverachtend. US-Menschenrechtsgruppen verklagen Yahoo jetzt und das ist auch gut so!

Aus meiner Sicht hilft da nur eins: Yahoo da treffen, wo es Yahoo trifft. Keine Yahoo-Werbung mehr, auch keine Grußkarten mehr versenden mit Yahoo (Kleinviehklicks machen auch Mist), die Seiten einfach meiden, die Yahoo so anbietet!

Ein Web-„Gigant“ ist nur so groß klein, wie wir ihn sein werden lassen!

Auf Hitler folgt Papst Benedikt

Wer denkt bei einem Stück Pizza mit viel Käse wohl an Adolf Hitler? Keiner, hoffe ich. Eine neuseeländische Werbeagentur hatte den unglaublichen Einfall, für HELL Pizza den grausamen Diktator als Werbefigur sagen zu lassen:

„It is possible to make people believe that Heaven is HELL“. Dieses angebliche Hitler-Zitat wird gekrönt mit einem Hitlerbild, der Hand im Hintlergruß befindlich, wurde eine Pizzaecke beigefügt.

Nach Protesten, laut der Werbeagentur nur von einigen jüdischen (!) Neuseeländern, wurde die Kampagne jetzt beendet. „Wir hatten gedacht, die Leute könnten die komische Seite an einem Typen sehen, der ‚Sieg Heil!’ mit einer Pizza in der Hand macht“, verteidigte Werbemann Kirk MacGibbon von der Cinderella-Agentur seine Idee. Also ich kann ihm da nicht folgen und kann Hitler wirklich absolut nichts lustiges abgewinnen und würde Herrn MacGibbon ein paar Nachhilfestunden in Geschichte und Stil empfehlen.

Das er die dringend nötig hat, zeigt sein jetzt neu gewählter Werbeträger für die „höllische“ Pizza: Papst Benedikt, unser deutscher Papst, wird nun unglaublich so zitiert: „Die Hölle ist wirklich und ewig.“

Mir schmeckt diese Form der Werbung wenig und in dem Fall läßt sich über Geschmack aus meiner Sicht auch nicht streiten.