Harriet’s

Spionage aller Art

Archiv für Krimi

Nachts geflüstert

Zehn Jahre Tatort aus Köln mit Klaus Behrendt und Dietmar Bär – das Jubiläum wurde mit Nachgeflüster gefeiert. Mir hat er nicht gefallen, der Krimi, zu offensichtlich war von Anfang an der Mörder erkennbar und die roten Fäden des schrulligen Mit- und Gegeneinander der beiden Kommissardarsteller waren flach und uninspiriert zurechtgezogen, Drah di net um – oh, oh, oh. Schau, schau, der Kommissar geht um – oh, oh, oh. Routine eben, jeder Handgriff sitzt, die Pointen purzeln ohne Mimik durch den Krimi, es fehlt … etwas Leben, da half auch die frisch glättend zurechtgespritzte Anna Loos singend am Schluß gar nicht, außer das man zweimal gucken mußte, um sie zu erkennen.

Langeweile pur hat die Hauptdarsteller ergriffen, es schwappt schon rüber ins reale Leben. Anders ist der Verlauf dieses unglücklichen Interviews nicht zu erklären, denn das konnte Herr Bär eigentlich, einem Interview seinen „Espritstempel“ aufdrücken, wenn der Interviewer selber schon nicht inspirierend fragen kann. Der Tee der Routine hat einfach zu lange gezogen!

Anne Will keiner

Wenn Frau Will am Sonntagabend auf dem Bildschirm dezent begrüßend lächelt, zappen rund 3 Millionen weg, also mal fernsehdeutsch gesagt, die Quoten gehen in den Keller. Woran mag das liegen? War Frau Christiansen etwa so viel besser oder nur blonder? Nein, ich persönliche glaube, der englische Sonntagskrimi im Zweiten ist des Rätsels Lösung, denn der ist in der Regel spannender, als der gepflegte Polittalk nach dem Tatort. Zweimal Krimi am Abend, das stärkt für die neue Woche, denkt sich der Zuschauer und irgendwie gehöre ich auch dazu. Mir hängen diese „Was sagen Sie denn dazu, dass … „-Runden mit geschniegelten Herren und beineüberschlagenden Damen – diese, das gehört sich wohl so, entschieden in der Unterzahl – schon lange zum Hals heraus. Und da ist es mir egal, wer es moderiert – mein persönlicher Sonntagsabendkrimi geht nämlich so: Ich morde um 21:45 Uhr mittels Fernbedienung! 

Mit der Mitfahrzentrale zu Dieter Bohlen

Wenn man 17 und 18 Jahre alt ist und sich eine Liste macht, wen man so gerne überfalen möchte, dann kommt Dieter Bohlen erst auf Platz 3 … Nummer eins ging an den Ottochef, dicht gefolgt vom Tchibochef. Aber … man einigt sich dann halt doch auf den Superstarsucher.

Dann wird mit Google-Earth der Tatort ausspioniert und über die Mitfahrzentrale (!!) eine Fahrgelegenheit gesucht- total irre ist das. Aber so bereiten Teens einen Raub im Jahr 2006 vor. Mittlerweile verantworten sie sich vor Gericht und streiten sich noch mit Diter Bohlen über die Höhe der Beute … sie wollen rund 30.000 Euro erbeutet haben, der Herr Bohlen vermisst doppelt so viel.