Harriet’s

Spionage aller Art

Archiv für Journalisten

Thema: Stefan Niggemeier

Zur Zeit recherchiere ich über die Arbeit und das Leben von Stefan Niggemeier. Ich möchte mehr über ihn wissen, als das Gegoogle und andere subkutane Quellen hergeben.

Warum? Berechtigte Frage. Ich plane eine nicht autorisierte und total internette Biografie über das Schaffenswerk eines Internet- und/oder Medienjournalisten zwischen Journalie und Rotweinflecken im Teppich, einer Person des www-öffentlichen Lebens mit Lorbeerkranz und Fangemeinde.

Es soll eine Art ausspionierte Internet-Fortsetzungsbiografie zum „zwischen den Zeilen lesen“ und „am ganz großen Medienrumgerummel teilnehmen“ werden. Warum? Noch eine berechtigte Frage. Ich bin einfach nur beeindruckt, was dieser Mann leistet im Kampf gegen den Fehlerteufel, im Kampf um die Qualität der Medien, im Kampf um den machtvollen Internetdialog und möchte ihn verstehen.

Andere bauen im Keller eine Eisenbahnlandschaft mit lustigen Häusergruppen auf oder gehen Badminton spielen, ich schreibe eine internette, ausschließlich ausspionierte Fortsetzungsbiografie – natürlich extrem unautorisiert – von einem, nein von dem postmodernen Hagen von Tronje der Medienwelt.

Ernstgemeinte aber auch andere Hinweise bitte an harrietsblog@gmx.de – ich bedanke mich jetzt schon für Eure Mitarbeit! 

Die Schlinge um des Kopierers Hals

Das geht gar nicht! Artikel kopieren und an anderer Stelle ohne Quellenangabe veröffentlichen, sich mit Artikeln anderer schmücken und damit auch noch – wie wenig oder viel auch immer – Geld zu verdienen. Aber, und das ist das, was mich daran stört, warum muß Stefan Niggemeier seinen Blog dafür nutzen, einen kleinen Dieb, einen völlig unbedeutenden Menschen an den Pranger zu stellen und mit Vor- und Zunamen der gemeinschaftlichen Lächerlichkeit preis zu geben. Das bedeutet für den Herrn, dass er auf immer und ewig diskreditiert ist, seine Karriere – falls er eine solche je machen würde – als Journalist ist für immer beendet und auch für sonstige Bewerbungsgespräche ist der Internetleumund vernichtet. Aus und vorbei – mit dem Namen kann man nicht nur im Netz keinen Blumentopf mehr gewinnen, das Foto wird dann auch gleich mitgeliefert.

Empörung für das, was sich dieser Mann und das entsprechende Portal geleistet hat, ist das eine, aber rechtferigt das diese Mittel? Ausgerechnet Stefan Niggemeier, der weiß, welch Endgültigkeit eine Leumundsschädigung (man denke an einen Teil seiner Arbeit, den BILDblog) hat, greift zu dieser Form? Ich glaube, als Chef-Kritiker der BILD-Zeitung sollte man selber einfach mit stilvolleren Mitteln ins Feld ziehen. Einfach um zu zeigen, dass man auch anders mit Menschen umgehen kann … ganz egal, was diese getan haben. Artikelkopieren ist schlimm, aber haben wir – ich nehme uns alle da mal mit ins Boot – nicht auch eine Verpflichtung, uns besser zu benehmen, als die, die wir kritisch betrachten?

Mein kleinundquergestreiftkariertes Blogziel (1)

Da wurde mir gestern von Kritikern – manche fielen auch meiner subjektiven Zensur zum Opfer – echt zugetraut, ich habe hier tatsächlich vor, ein „Watchblog“ von Stefan Niggemeiers Blog zu werden. Weil ich so phantasielos, so faul und auch so arm bin und mir nichts anderes einfällt.

Oh, ist da nicht ein Denkfehler? Ist das Schreiben über Beeindruckendes (gelesen, gesehen, gelebt, usw.) nicht die Basis von einem Blog? Bei mir schon, so phantasielos bin ich gerne, ich erfinde hier einfach nicht die Welt neu.

Glücklicherweise habe ich ja meine goldenen Blogregeln, also, Jeder, der hier liest, macht dies aus freien Stücken und weiß, mein Blog ist meiner, insofern greife ich die  Anregung  mit Begeisterung auf und werde mich wegen meiner ausgeprägten Ideenlosigkeit als Teilzeit-Niggewatch betätigen, es geht leider nicht immer, das ist selbst mir zu langweilig. Denn auch eine Trilogie der Beiträge beim großen Blogwart, immerhin einem Berufsjournalist,  kann sich als journalistisch aufgemotzter, aber schlußendlich harmloser Lärm um Nichts entlarven. Es ist übrigens nichts so einfach, als Jemanden spitz- oder weniger findig mit Worten zu kritisieren, dazu kann man, ich zitiere mal meine Kritiker, faul, langweilig und arm sein. Huch, das passt ja auch auf Andere 😉

Ich muß hier glücklicherweise keine bahnbrechenden Beiträge schreiben, denn ich lebe nicht davon, die Hauptsache ist für mich, ich persönlich habe Spaß daran – diese(s/r) Blog ist mein Hobby und deshalb schließe ich mit einem passenden Spruch von Max Goldt:

Man kann nicht alles auf der Welt hochheben und gucken, ob da noch was drunter ist.

Und eh ich es vergesse, ja, ich verlinke meine Beiräge, in denen Stefan Niggemeiers Blog vorkommt, mit seinem Blog. Das gehört zum Bloggen dazu wie das Salz in der Suppe. Und nein, ich kriege nicht für jeden Klick 1 Euro und habe auch sonst nichts davon. Ich freue mich aber, dass es Menschen gibt, die mir einen Euro pro Klick zugetraut haben 😉

Deutscher Depeschendienst unter Doppelbeschuß von Robin Niggemeier

Gerade hat man die erste „Ungeheuerlichlichkeit“ gelesen, verdaut und sich eine Meinung dazu gebildet, da folgt schon der Nachschlag. Das Prinzip „zwei Mal ist besser als ein Mal“ ist ein beliebtes Mittel bei Herrn Niggemeier.

Was ist passiert? Nun, der ddp hat offensichtlich gegen die eigenen Grundsätze verstoßen! Obwohl, das ist doch etwas Alltägliches im Mediengeschäft, dafür gibt es unzählige Beispiele bei jeder Zeitung und/oder Agentur. Aber lieber zum Fall zurück: Die bei ddp haben also nicht ordentlich recherchiert, haben ausgerechnet von der Bild-Zeitung Dinge als Tatsachen übernommen und, darum geht es im Nachschlag, eine Demonstration klein geschrieben, konsequent, obwohl die Zahlen selbst von der Polizei längst korrigiert waren. Das ist schlimm, aber das kann passieren. Wenn zum Beispiel die falschen Menschen Dienst haben oder die Aufmerksamkeit auf die einzelne Nachricht nachgelassen hat, weil es so viele Nachrichten jeden Tag gibt – Journalisten sind doch immer überarbeitet, die Armen – oder weil die Agentur unterbesetzt ist oder weil Irgendwer einen Fehler gemacht hat. Also normaler Alltag, der mit einer einfachen Entschuldigung erledigt werden könnte.

Nun haben sich aber Leser beschwert und die kriegten dann Antworten vom Stellvertreter des Chefredakteurs, ein Mann namens Rainer Höhling, und der scheint die eigenen Grundsätze wirklich nicht gelesen zu haben und vergreift sich konsequent im Ton. Das ist wirklich tragisch, denn die pfiffigen Leser, die solche Antworten bekommen, ziehen Stefan Niggemeier ins Vertrauen und der waltet seines selbstgefundenen Amtes als eine Art Robin Hood der Printmedienleserschaft. Wo wahres Unrecht geschieht ist er flugs zur Stelle und schiesst mit seinen Worten immer rein in die böse Schar von Pressebeschäftigten, die fehlerhaft arbeiten. Auf die Dauer ein sehr anstrengender Job, weil ja, das ist bekannt, wo Menschen am Werke sind, Fehler passieren.  In diesem Fall aber hat er Glück. Rainer Höhling ist ein phantastischer Gegenpol, denn dieser ist so herrlich selbstverliebt und unfähig, einen Fehler einzuräumen, dass Herr Niggemeier ordentlich viele Treffer landen kann. Allerdings, und da trifft Robin Hood auf Dr. Jekyll & Mr. Hyde, benützt Robin Niggemeier soviel Satzbeschußmittel aus der unteren Schublade, dass ich schlußendlich die Frage stelle, würde Robin Niggemeier bei Fehlern ertappt, würde er sich nicht ähnlich ungeschickt verhalten wie Herr Höhling? Ich fürchte ja, wenn ich mir seine Reaktionen auf den einen oder anderen kritischen Kommentar in seinem Blog so anschaue, Kritik einstecken gehört einfach nicht zu seinen Stärken. Aber, das muß man Herrn Niggemeier zugute halten, er hat keine gegensätzlichen „Grundsätze“ in seinem Blog veröffentlicht, er ist sozusagen vogelfrei und kann sich diese Achillesferse in seinen Augen leisten, ist ja schließlich sein Blog und so weiter. Zusammenfassend gesagt, was ist also passiert? Nichts außer einem Schlag ohne Abtausch!

Dann kriegt Reuters auch noch einen ab: Nächtens veröffentlicht Herr Niggemeier ein Symbolfoto rund um eine Urangst der Männer, es geht um den blutigen Angriff eines Küchenmessers auf einen Penis . Ein butterweiches Roastbeef illustriert das Ganze, perfekt passend für die Kategorie: Alle machen Fehler! Nicht lachen jetzt, Empörung ist gefragt!!! 

Fliegenklatsche ohne Stil

Die Kommentarbremse  weiter ausgeschaltet, legt Stefan Niggemeier noch einen drauf in Richtung PI. Quasi als Beweis für den Beweis, dass sein erster Beitrag noch richtiger als richtig ist. Das verstehe wer will, ich finde, das macht den ersten Beitrag irgendwie kleiner, denn eine solche Meldung – „guckt  mal alle her, die haben noch mal Mist gebaut“ – steht dafür, dass Stefan Niggemeier der Meinung war, er müsse seinen ersten Beitrag unbedingt untermauern. Wenn die Nachricht schon so überaus wichtig war, warum dann nicht einfach in einem Nachsatz? Ein Doppelfeuer ohne Kommentarmöglichkeit? Trotz inhaltlichem Solidaritätsgefühl bei mir, nicht zuletzt weil der Gegner der Rechtsausleger PI ist, irgendwie gefällt mir dieser Stil nicht. Aber vielleicht macht das der Profiblogger so, Nachtreten um das Geschriebene zu untermauern. Und deshalb heute meine Beitragseröffnung des Tages: Er hat es schon wieder getan, schaut alle her, Stefan Niggemeier zieht schon wieder die Kommentarbremse!

Gottseidank hat Herr Niggemeier aber nun ein öffentlich-rechtliches Opfer gefunden, das Mist gebaut hat. Eine Frau – herrlich, dann mal alle die Wortmaschinengewehre anlegen und immer schön drauf. Diesmal kann nach Herzenslust kommentiert werden. Frau Kuhlenkampff wird bereuen, dass sie mit ihrem sicherlich eher unüberlegten Geplapper Herrn Niggemeier diese Vorlage geliefert hat. Ich spüre da eher eine große Unsicherheit bei ihr, das Internet ist wirklich nicht Jedermanns Sache und zu ihrem Tagesglück wird sie den Beitrag von Herrn Niggemeier auch wohl nicht finden, denn sie scheint mir wenig kundig im Internet. Da braucht sie Nachhilfestunden, das ist wahr, aber sie hat irgendwie meine Sympathie, weil ich mir vorstellen kann, dass einem solche, von mir aus auch groben, Fehleinschätzungen unterlaufen können – und das macht sie in meinen Augen eher besonders menschlich. Aber ich bin ja auch nicht Medienjournalistin, sondern eine bekennende öffentlich-rechtliche Kundin und gleichzeitig You-Tube-Verachterin! Das Herr Bellut nun so viel schlauer geplappert hat, das kann ich übrigens nicht finden, er hat nur die Fliegenklatschenvorlage nicht geliefert und ist zum Abwatschen in einer Internetkolumne in Herrn Niggemeiers Augen wohl weniger gut geeignet. That’s entertainment, oder?

Last exit Kommentarbremse

Huch, warum ist denn die Kommentarfunktion beim Beitrag „Factually Incorrect” deaktiviert?

Marco — 18. September 2007, 17:45  #

weil’s mir viel stress erspart. ich bitte deshalb auch darum, nicht hier zu dem thema zu kommentieren.

Stefan — 18. September 2007, 17:58  #

@Stefan

Alles klar. 😉

Marco — 18. September 2007, 18:20  #

Stefan Niggemeier schaltet die Bremse ein, um sich Stress zu ersparen. Seine Gegner sind diesmal die  sogenannten Rechtsausleger von PI, diese sind, das ist jedem klar, bei weitem nicht so konsequent schweigsam wie zuletzt Alice Schwartzer, sondern eher Garanten für einen harten Schlagabtausch in den Kommentaren.

Trotzdem, ich bin der Meinung, dass Herr Niggemeier sich entweder die Arbeit machen sollte, seine Kommentare konsequent zu moderieren (das würde so dann und wann auch die Qualität der Diskussion steigern) oder aber  die Kommentare grundsätzlich zuzulassen. Nach eigenem Belieben frei oder gar nicht, dass ist mir irgendwie unsympatisch und riecht nach sehr eigenwilliger Zensur als Mittel gegen Stressbewältigung (s.o.).

Eine Überschrift, über die man reden kann!

Werbung der besonderen Art jetzt bei Stefan Niggemeier. Da kann der staunende Besucher seines Blogs lesen, mit welch innovativen Fragen  „Jungjournalisten“ einen Ex-Absolventen konfrontieren und wirklich ein gelungenes Bild von ihm abliefern. Denkt man zumindest, wenn man es überfliegt. Aber, mal ganz ehrlich, gibt’s was Neues? Ist das ein Interview, das so außergewöhnlich ist, dass man es weiterempfehlen muss?

Ich finde es peinlich, sich im eigenen Blog so offensichtlich beweihräuchern zu lassen. Keine Ecke, keine Kante am Nörgelmeier, an die sich die Jungjournalisten herantrauten. Und das er solche hat, das ist doch offensichtlich. Spätestens nach der einzigen Frage, die uns Neues eröffnet, nämlich die, nach der Vision für den Ruhestand. Soso, die Rosamunde Pilcher-Roman-Variante soll es sein, ach ne, war nur ein Scherz, Cornwall bleibt doch niggefreie Zone.

Sagte ich schon, dass ich einst von der Schülerzeitung des Keplergymnasiums in Tübingen interviewt wurde? Das war sehr gelungen, der Interviewer hat heute zwei Sekretärinnen, ein Reitpferd und ein Segelboot am Ammersee. Ich will Euch deshalb die Essenz nicht vorenthalten. Was ich nach meinem Abitur machen wolle?  Schafe in Neuseeland züchten. Interessant? Ich würde sagen, entschieden mehr Hintergrund über die Interviewte in der Schülerzeitung als in der Abschlußzeitung der Deutschen Journalistenschule.

Außer einer frechen Überschrift, über die man auch noch geteilter Meinung sein kann, ist den jungen Herren nämlich nichts eingefallen, was über den Tellerrand eines Standardinterviews hinausgeht. Guckste hier, weißt Du auch schon das Gleiche.