Harriet’s

Spionage aller Art

Archiv für Eva Herman

Eva Herman erhält kirchliches Ehrenamt

Aus total unsicherer Quelle habe ich während einer umfangreichen Spionageattacke über den zukünftigen beruflichen Werdegang von Eva Herman Folgendes in Erfahrung bringen können:

Eva Herman hat die ganzen Erinnerungswörter aus der Nazizeit ganz bewußt eingesetzt. Das war sozusagen eine geistige Höchstleistung von einer ansonsten eher überschätzten Blondine mit ausgeprägtem Karrierewunsch. Anders als die ebenso leichtbegabte Susan Stahnke hat sie auf einen Ausflug nach Hollywood verzichtet und ist lieber bei einem in die Lehre gegangen, der weiß, wie er aus einer miesen Predigt Dank ein paar eingestreuten Begriffen über „entartete Kunst“ ein riesiges Medienspektakel inszenieren kann. Richtig – sie ist bei Kardinal Meisner in die Lehre gegangen und hat es so geschafft, mit ein paar hohlen Büchern über nichts als das krause Aufschreiben von angeblichen Mißständen und andere Grausamkeiten zur Herman’schen Re-Emanzipationstheorie die Bestsellerlisten von renommierten Zeitungen zu stürmen.

Jetzt muß sie zwar ihren öffentlich-rechtlichen Hut nehmen, aber die Katholiken applaudieren fein in Fulda. Das „teilinnovative“ Meisner-Herman-Komplott geht also auf: Eva Herman wird bald schon Kardinal. Der erste weibliche, blonde Kardinal: Eva Kardinal Herman!

Ich danke Jürgen Becker für die Inspiration zu meiner Spionageattacke!

Im Kaffee liegt Stefans Wahrheit

Nachdem ich bislang seine Beiträge über Eva Herman erschreckend „wischiwaschi“ fand und er auch seine Kommentarfront nicht wirklich geschickt moderierte (mal von den Löschungen meiner eigenen abgesehen) hat Stefan Niggemeier jetzt im Kaffeeblog seiner Urlaubsvertretung Wahrhaftiges über Eva Herman entdeckt und legt nach. Klare Worte spricht Frau Herman selber, er zitiert und nimmt auf seine Weise Stellung. Und wer jetzt noch in ihr ein Opfer sieht, sei selber schuld. Puh, das hat lange gedauert!

Warum? Weil Medienschelte, Spitzfindigkeiten und Wortspielererein und gleichzeitige Kritik an Eva Herman sich in einem Beitrag ziemlich schwer  verbinden lassen und ihm das m.E. nach auch schwer misslungen ist, denn sein eigener Standpunkt kam bislang deutlich zu kurz, auch in der Kommentarmoderation.

Ich erspare mir übrigens die Links (Trackbacks) zu Stefan Niggemeier und seiner Urlaubsvertretung, denn diese werden eh gelöscht und Jeder findet sicherlich seinen Weg direkt dorthin, schließlich heißt der Blog wie der Medienjournalist.

Nonverbale Eva Herman

Natürlich habe auch ich diese Kerner-Sendung gesehen. Herr Kerner gehört nicht zu meinen Lieblingsmoderatoren, er ist mir meist „zu gut Freund“ mit seinen Gästen, in jeder Hinsicht. Gestern allerdings war seine Sendung ein Highlight. Nicht wegen seiner Fragen, nein, wegen seiner Engelsgeduld, seinen gebetsmühlenartigen Aufforderungen an Frau Herman, einen Fehler einzugestehen. Wenigstens einen klitzekleinen.

Dabei geht es längst nicht mehr um den Satz. Wer die Sendung verfolgt hat, wer die Mimik von Frau Herman bei jedem Satz, den ein Anderer außer sie selber gesprochen hat, beobachtet hat, der weiß, dass Frau Herman eins nicht will, „zurückrudern“. Sie sieht sich als eine mutige Frau, die über Familie spricht. Und das geht in diesem unseren Land nicht, denkt sie, da wird man verfolgt, ausgegrenzt und nur die vielen Menschen, die ihr schreiben, die verstehen sie noch, nicht aber die Medienwelt. Jede noch so kleine „Handreichung“ in Form von Verständigungsversuchen von den anderen Gästen, jede „Hast Du vielleicht einen Fehler gemacht“-Nachfrage von Herrn Kerner selbst wurde von ihr ausgeschlagen und es wurde immer schlimmer.

Mir fiel besonders die nonverbale Eva Herman ins Auge. Ihr Blick, als Senta Berger sie fragt, wie alt sie 1968 war (10 Jahre übrigens) oder ihr Blick, als Margarethe Schreinemakers auf ihre Sendungen in den frühen 90ern verweist, in denen die Thematiken alle schon angesprochen wurden – nur die Familienthemen wohlgemerkt. Da schaute Frau Herman ablehnend, lächelte süffisant, hob die Augenbraunen und kommunizierte nonverbal, was sie von allen im Studio anwesenden Menschen hielt: Feinde oder Verblendete, die Schublade konnte sich jeder selber aussuchen.

Als Herr Kerner dann Frau Tietjen zitierte („Einige ihrer Äußerungen sind aber völlig inakzeptabel, das habe ich ihr schon immer gesagt“) …, da machte Frau Herman mit fast paranoid verzerrtem Blick selbst aus diesem „eine Warnung“, die brisanten Themen nicht zu vertiefen, weil man in diesem Land nicht über Familien reden dürfe. Sie verdreht also selbst diesen doch ausgesprochen moderaten Kritikversuch von Frau Tietjen in einen Hinweis auf ihre Verschwörungstheorie. Man will sie bremsen, sie, die über Werte spricht, die die bösen 68-er alle kaputt gemacht haben oder waren es die Nazis oder nein, es waren beide oder wie oder was. Und dann quollen sie wieder aus ihr heraus, die ungebremsten krausen Gedanken, die alle in die braune Ecke passen. Sie hat keinerlei kritische Distanz mehr zu sich selber und eignet sich deshalb auch für kein Gespräch, für keine Diskussionsplattform mehr. Eva Herman ist im Krieg – auch mit sich selber. 

Ihr Feldzug für sich selber ging durch die ganze Sendung … bis Herr Kerner Frau Herman freundlich bat, zu gehen, weil Senta Berger gehen wollte. Vorher schon hatte Frau Schreinemakers sich nicht mehr nur distanziert, sondern ihr Gehen angekündigt. Und selbst der Mario Barth konnte nicht anders und fragte Frau Herman, ob sie nicht einfach mal sagen könne, dass der Satz, um den es längst nicht mehr ging, den sie aber zweifelsfrei gesagt hat, „Kacke“ gewesen sei. Nein schrie es aus dem Gesicht von Eva Herman. Dann ging sie überraschend still mit erhobenen Augenbrauen. Ich habe kurz danach ausgeschaltet, weil ich den Gesprächswechsel, den fröhlichen Smalltalk nicht hören wollte. Das ist wie bei einer Party, bei der es Schlägerei gab, danach ist man auch nicht mehr in Stimmung, Walzer zu tanzen. Aber, the ZDF-Show must go on … professionell gehandhabt von allen Beteiligten, aber unansehbar für mich.

Ich bedauere, dass Frau Herman in den letzten Monaten so viele Plattformen gegeben wurden zur Selbstdarstellung und der gestrige Abend war und bleibt hoffentlich der letzte Auftritt vor einem Millionenpublikum. Ich fürchte allerdings, dass es bald eine Talkrunde in irgendeinem Privatsender geben wird, moderiert von Eva Herman … und wenns Quote bringt, dann auch für länger. Meines Erachtens nach fehlt Frau Herman jetzt eine Familie, die sie vor sich selbst schützt!

Frau Herman wird kein bißchen leiser

Wenn das Forum Deutscher Katholiken Redner nach Fulda einlädt, dann sind das kaum freche, innovative Wissensträger oder Querdenkende. Nein, der konservative Denker ist gefragt! Und da haben die Organisatoren sicherlich nicht lange überlegen müssen, wer in diesem Jahr das Familienbild in den richtigen Rahmen rücken sollte. Schließlich steht für die Initiatoren steht fest, Kinder in den ersten drei Jahren sollen von der Mutter betreut werden. Das kann nur eine in Worte fassen, die blonde Fachfrau für das umstrittenste Familienkonzept des Jahres. Die Ikone der Re-Emanzipation, Eva Herman, durfte unter tosendem Beifall 40 Minuten lang über das schwafeln, was sie selber so partout nicht leben will. Wieso eigentlich hat das Evchen Zeit zum Reden und kocht ihrem Mann keinen Sauerbraten und trägt ihm nicht die vorgewärmten Hausschuhe zur Tür?

Jetzt hat die katholische Kirche also wieder ein Skandal mehr, nicht nur dem Meisner sein braunes Kunstgefasel, nein jetzt als Nachschlag noch die Herman mit brauner Mutterglückverherrlichung, man darf doch langsam fragen, ob die katholische Kirche in Deutschland die Verarbeitung des Nazi-Regime auf die allzu leichte Schulter genommen hat und jetzt fahrlässig eine braune Sprachkultur wiederbeleben möchte? Menschen, die dazu applaudieren gibt es leider mehr als genug. Es wird Zeit für ein klares Wort von Kardinal Lehmann in seiner Funktion als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Die BILD-Zeitung hat Eva Herman exklusiv!

Die Bildzeitung führte tatsächlich ein exklusives (!) Interview mit Eva Herman. Sie habe sich angeblich entschuldigt. Angeblich hat diese sich entschuldigt, aber wer des Lesens mächtig ist, der merkt, hej, das ist gar keine Entschuldigung, das ist ein um den heissen Brei herumgerede.
 
So schreibt die Bildzeitung: Sie (natürlich meinen die Frau Braun Herman) spricht von den vielen „wildfremden Menschen“, die ihr geschrieben haben. „Über 1000 E-Mails habe ich bekommen“, sagt sie. „95 Prozent davon Zustimmung.“ (Anmerkung von mir: Welcher normal denkende Mensch schreibt dieser Frau? Also, kein Wunder!)

… „Natürlich bin ich traurig, dass mich einige Leute in eine Ecke stellen, in die ich nicht gehöre. Aber zum Glück gibt es viele Freunde und Kollegen, die mir beistehen und Mut zusprechen….“

Auf die Frage, ob sie denn ihre Äußerung über die Werte der Familie in der Nazizeit bereue, antwortet Eva Herman doch tatsächlich:

„…Es tut mir leid, wenn meine Äußerungen Anlass zu Missverständnissen gegeben haben. Wenn ich damit die Gefühle von Menschen – insbesondere Opfern der Nazi-Diktatur oder ihren Angehörigen – verletzt haben sollte, dann möchte ich mich dafür entschuldigen…“

So, ist das etwa eine Entschuldigung? Bereut sie etwa den braunen Mist, den sie verzapft?

Ich rufe Eva Herman nun zu, „mach, was Du sagst bitte selber, sei ab jetzt ein gutes, treues, deutsches Mädel und koch Deinem Mann was Leckeres, Eva … und wenn Du dann begriffen hast, dass es höchste Zeit für eine Entschuldigung – eine ehrliche – ist, dann kannst Du ja mal wieder bei der BILD-Zeitung anrufen. Die macht Dich dann wieder lieb, piep piep!“

Wer in diesem Zusammenhang mal eine geschmacklose Weiterentwicklung zum Thema in der Bloggerwelt lesen will, dem empfehle ich diese Seite! Einfach peinlich und widerlich – finde ich das!

Eva’s Sündenfall

Es ist schon bemerkenswert, wie zielstrebig Frau Herman sich demontiert hat, um ihrer Überzeugung Ausdruck zu verleihen, wie Frau so zu sein hat, nämlich der Familie dienend und die Pflicht beständig vor die Selbstverwirklichung stellend. Sei gut und brav und treu und edel, mit einem Wort, ein deutsches Mädel – KOTZ!

Schaut man sich Eva Hermans‘ Leben so an, hat sie genau nach diesen Grundsätzen selber nie gelebt. Sie ist stellt sich gerne immer in die Mitte und hat ihren Sohn ganz offensichtlich – bei ihrem Terminkalender – nicht jeden Morgen mit geschmierten Stullen geweckt, sondern vom Kindermädchen betreuen lassen. Ihrem Manne war sie selten eine treue Gefährtin, denn sie hat – ihrem eigenen Gusto dienend – im fliegenden Galopp die Männer ausgetauscht.

Das sie nun das Geistesgut eines Mannes und seiner Helfershelfer lobt, empfiehlt sie für den Nachnamen „Braun“, aber geschäftlich gesehen ist es das, was Eva Herman ist – clever und abgezockt. Es liegt im Trend des schleichenden Gifts in brauner Soße, das so ganz langsam in die Köpfe der Ziellosen, der Einsamen und der von der Gesellschaft Enttäuschten zurückkehrt. Da werden  scheinbare Werte der Vergangenheit hochgehalten, die gut klingen, aber den Weg bereitet haben zum Schaden, zur Verdummung, zur menschlichen und gesellschaftlichen Katastrophe.

Für mich zeichnet sich nun der Siegeszug von Frau Herman’s nächsten Buch jetzt schon ab und irgendein Privatsender wird der sich schmuck präsentierenden Blondine schon ein Format anbieten und so gibt’s noch mehr Kohle für Eva Braun Herman. Für mich ist die Dame eine schwarz-braun-quergestreifte Absahnerin der übelsten Sorte!