Harriet’s

Spionage aller Art

Archiv für Dezember, 2007

Ein Geschenk für mich

Das darf doch wohl nicht wahr sein? Da schenkt mir SAT1 tagtäglich mit immer anderen B-SAT1-Promis als Statisten im Hintergrund Roger Cicero … denn ich bin heute Abend Dein Geschenk … ich muß brechen und mich wundern, dass nur aufgrund der Tatsache, dass dieser Typ so unerträglich arrogant swingt, der Rubel rollt für ihn. Und ich stelle fest, er ist ein Mann mit Hut … und so etwas tut selten gut. Hausfrauenweisheit, die in diesem Fall wirklich stimmt! Darauf einen Schnaps für den Cicero-geübelten Magen … mein Geschenk für mich.

Weihnachtliche Wünsche an Euch alle da draußen, nur Roger Cicero und SAT1, die möchte ich bewußt nicht beschenken mit meinen Wünschen, nee, das geht gar nicht, ich habe kein Geschenk für Euch ;-)!

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Alles wird Knut

Der große schmutzige Bär im Jahresrückblick – Knut! Ein Jahr ist er jetzt alt, nicht mehr der kleine Kuschelbär zum spielen und knuddeln, trotzdem tut es gut, ihn zu sehen. Warum?

Weil er für mich ein Symbol ist, was Menschen erreichen können, wenn sie Verantwortung für das übernehmen, was sie in ihren ureigenen Verantwortungsbereich hineinnehmen. Zootiere sind ein Beispiel für eine übernommene Verantwortung. Da kann es dann einfach nicht heissen … „Nö, wir lassen das Eisbärbaby sterben, weil die Mutter es nicht angenommen hat, weil, dass würde keinem artgerechten Leben entsprechen oder so“ … Kein Leben im Zoo ist artgerechtes Leben und der Zoo dient einzig und allein dazu, Tiere anzuschauen, weil wir, die Menschen, das gerne möchten. Ich will jetzt nicht grundsätzlich über den Sinn oder Unsinn von Käfighaltung zu Belustigungs- oder Informationszwecken schwadronieren, nein, ich möchte deutlich machen, dass wir bzw. der Berliner Zoo die Verantwortung für Knuts Mutter und auch für Knut selber übernommen hat. Ganz einfach. Und ich finde es richtig, dass der Berliner Zoo sich verantwortlich gezeigt hat … und Knut aufgezogen hat. In anderen Zoos wäre Knut in die Tonne gekommen, sanft in den Tod gespritzt. Unnützes Sterben, verantwortungsloses Handeln.

Nun hat es sich gelohnt für den Berliner Zoo – die Aufzucht von Knut. Millionen haben Knut gesehen, geknipst, ihn als Kuscheltier aus Plüsch gekauft und so dem Zoo viel Geld gebracht. Ein Nebeneffekt, der nicht selbstverständlich ist. Verantwortung übernehmen wird nicht immer belohnt, sondern kann lästig werden und ist auch oft sehr unbequem. Zum Beispiel, wenn ich die Augen aufmache und eingreife, wenn gerade neben mir Schlimmes passiert oder wenn ich beispielsweise meinen Müll nicht da, wo ich gerade stehe, in den Wald werfe, sondern dorthin bringe, wo er hingehört.

Wenn ich mich also traue, Verantwortung zu übernehmen, dann wähle ich entschieden den unbequemeren Weg, aber ich verhalte mich menschlich im Sinne des Wortes. Wir haben die Macht auf dieser Welt an uns gerissen und sind somit verantwortlich für das, was in ihr oder auf ihr geschieht. Wir haben sie von unseren Kindern nur geborgt – heißt es oft pathetisch, aber wahr,  jetzt müssen wir verdammt noch mal auch dafür sorgen, dass wir mit unserer Macht gut und verantwortungsvoll umgehen, im Kleinen und im Großen, vor jeder Tür, Jeder zu seiner Zeit … alles wird Knut!