Harriet’s

Spionage aller Art

Der Nigge meiert zum Fernsehpreis – immer wieder einen Neuaufguß

Man stelle sich vor, ein Grimmepreisträger liegt auf dem Sofa, kriegt mehrere SMS direkt vom Austragungsort, hat also Freunde, die da sitzen müssen, was ihm leid tut, denn die langweilen sich da, nicht nur die Freunde, nein auch die Promis, angeblich, ich schwörs. Und dann bloggt er so rum, stundenlang, gönnt der Maria nicht den Nebendarstellerpreis, das ist fies, und ich denke, na gut, lass ihn mal bloggen, er ist Medienjournalist, er wird die Suppe wohl im Salz finden. Naja, auf dem Sofa liegend fällt ihm das sichtlich schwer, für die Fans seiner Schreibe reicht es, die finden es einheitlich toll … dann am Tag danach zeigt er auf dem Blog, dem seinigen noch die Bilder und der Küppersbusch, der sieht alt aus finden die Kommentatoren, was für eine Nachricht. Fünf, sechs Stunden durchgängig ein vorzeigbares, amüsiertes Gesicht machen, das ist Pflicht, das muß so sein. Schadenfreude, wenns so offensichtlich nicht klappt, macht gemeinsam noch viel mehr Spaß, gelle.

Und dann hat er nicht gemerkt, dass das eigentliche Highlight der Auftritt von Johann König war, ach so, den mag er nicht, den Pocher auch nicht, aber den hat er dann doch zitiert. Einige Kommentatoren haben ihn später dann auf den König aufmerksam gemacht und so ziert den Blog vom Niggemeier heute, am Dienstag nach dem Samstag, die Rede vom König … Wort an Wort das, was man eigentlich vom Medienjournalisten erwartet hätte, am Samstagabend vom Sofa aus.  

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1 Kommentar»

  schläfer wrote @

Nun ja, wenn man den Küppersbusch seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen hat, dann erschrickt man schon WIE sehr er in dieser Zeit gealtert ist. Man reagiert eben auf das Gesehene, bzw. Gelesene, wie auch hier. Ist aber ebenfalls keine Nachricht.

Wenn ein Preis so vom Proporz- und Ausdenken modischer Kategorien (Telenovela, Kochen, Lebensberatung, MHD: max. 2 Jahre) der Jury durchsetzt ist, auf das bloß keiner zu kurz komme, dann weiß man, was von ihm zu halten hat und darf ihn genußvoll zerpflücken. Jeder setzt dazu die Abrissbirne an einer anderen Stelle dieses pontemkinschen Preispalastes an…


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