Harriet’s
Spionage aller ArtArchiv für August, 2007
Mit der Mitfahrzentrale zu Dieter Bohlen
Wenn man 17 und 18 Jahre alt ist und sich eine Liste macht, wen man so gerne überfalen möchte, dann kommt Dieter Bohlen erst auf Platz 3 … Nummer eins ging an den Ottochef, dicht gefolgt vom Tchibochef. Aber … man einigt sich dann halt doch auf den Superstarsucher.
Dann wird mit Google-Earth der Tatort ausspioniert und über die Mitfahrzentrale (!!) eine Fahrgelegenheit gesucht- total irre ist das. Aber so bereiten Teens einen Raub im Jahr 2006 vor. Mittlerweile verantworten sie sich vor Gericht und streiten sich noch mit Diter Bohlen über die Höhe der Beute … sie wollen rund 30.000 Euro erbeutet haben, der Herr Bohlen vermisst doppelt so viel.
Wenn der Paketpostbote klingelt …
… dann kann es in Zukunft nicht nur die Pralinenschachtel von Tante Erna sein oder der neue Taschenbuchkrimi von Amazon, nein, dann kann es auch eine Waffenlieferung sein. Aprilscherz im August? Nein, darüber denkt man real nach im Verteidigungsministerium - und das ist ein weiterer Beweis dafür, dass nichts kurios genug ist, als das es in einem Ministerium darüber nachgedacht wird!
Fehlt dann eigentlich nur noch, dass Gummibärchenschwarm Thomas Gottschalk samt Bruder Werbung dafür im Camouflageanzug macht!
Yahoo, mir graut vor dir!
Mit dem Datenschutz nimmt es Yahoo nicht so genau und verhilft dem chinesischen Staat zu Verhaftungen von Autoren und Dissidenten. Und steht dazu, natürlich auf die lokalen Gesetze hinweisend, aber die Menschenrechte mit Füßen tretend.
Yahoo, das klingt funny, Yahoo klingt nach Spiel & Spaß, aber Yahoo ist eben ein Web-Gigant, der seine Verantwortung gegenüber Menschen und deren Rechte nicht so genau nimmt. Wissentlich Kritikerdaten an das zu Recht kritisierte Regime ausliefern, das ist menschenverachtend. US-Menschenrechtsgruppen verklagen Yahoo jetzt und das ist auch gut so!
Aus meiner Sicht hilft da nur eins: Yahoo da treffen, wo es Yahoo trifft. Keine Yahoo-Werbung mehr, auch keine Grußkarten mehr versenden mit Yahoo (Kleinviehklicks machen auch Mist), die Seiten einfach meiden, die Yahoo so anbietet!
Ein Web-“Gigant“ ist nur so groß klein, wie wir ihn sein werden lassen!
Dem Genitiv folgt das Aua
Wem der Genitiv schon gut gefolgt ist, feindlich und gemein vom Dativ aufgewiegelt, der sollte sich einem Aua, ganz happy und unbefangen, nicht verschießen.
Von Ehrensenf zur Retroshow
Ex-Ehrensenf-Moderatorin Karin Bauerfeind hat ihn moderiert, den schwarz-weißen Retrofreitag bei 3sat. Vom „Hasen Cäsar“ über „Einer wird gewinnen“, vom „Kochen mit Herrn Hofer“ und dem guten alten Erik Ode im „Kommissar“, es waren alle dabei, die im schwarz-weißen Zeitalter ihre Hochzeit hatten. War das ein herrlich monochromes Fernsehen, eine gute Idee und liebevoll zusammengestellt, mein Recorder hatte also jede Menge zu tun. Und Frau Bauerfeind, na die war herrlich mit onduliertem Haar und retro-stil-echtem Blick! Mehr davon!
In meiner Spionagesektion „Stille Post“ behaupte ich mal nach diesem Bundesligawochenende: Bayern München wird Meister.
Immer wieder Sonntags
Ein perfekter Sonntag beginnt für mich mit Eiern im Glas. Beim Schlemmen dann die jeweilige Lieblingsmusik, die sich bei mir schon mal ändert, das Ei im Glas, das bleibt! Über Jahre schon.
Wer es mal ausprobieren möchte, so mache ich es:
Eier im Glas sind eigentlich nur weich gekochte und gepellte Eier. Das Servieren im Glas lässt aber eine bessere Verfeinerung mit Gewürzen und Kräutern zu.
Also, zwei (oder mehr) Eier in kochendem Wasser 3 Minuten garen, kalt abschrecken, obere Kappe abschälen, mit einem Löffel vorsichtig die Eier aushöhlen, in ein vorgewärmtes (!) Glas geben, Salz (Meersalz ist toll) darüber streuen, sofort essen!
Je nach Geschmack dazu reichen:
Pfeffer
Tabasco
Tomatenketchup
Paprika
Schnittlauchröllchen
Butter (viel! – Margarine geht gar nicht!!)
Toastbrot
Pro Mitesser jeweils zwei Eier, sonst gibt es Stress!
Wie wichtig oder unwichtig ein Ei für die Weltgeschichte sein kann, sieht man am „Ei des Kolumbus“. Es gibt es da eine nette Geschichte über den Entdecker Amerikas, den Seefahrer Christoph Kolumbus (1451 – 1506). Bei einem festlichen Bankett soll er einmal den Anwesenden die Aufgabe gestellt haben, ein Ei auf den Kopf zu stellen, also auf die Spitze zu stellen, ohne dass es umfällt. Niemand schaffte es. Daraufhin nahm Kolumbus sein Ei und schlug es mit der Spitze auf dem Tisch auf. Nun stand sein Ei – wenn auch mit zerdetschter Spitze. Solche überraschend einfachen Lösungen werden also bis heute als „das Ei des Kolumbus“ bezeichnet.
Und für meine eigene Weltgeschichte gibt es Sonntags Harriet’s Ei!
Gebastelte Männerträume
Welcher Junge träumt nicht davon, ein guter Seemann zu sein? Wer hat noch nie Papierboote gebastelt und damit die Badewanne unsicher gemacht? Kapitäne der Badewannen, jetzt aber aufgepasst! Ein großer Junge, natürlich auch ein Künstler, der zeigt Euch jetzt, wer ein wahrer Seemann ist. Möge die Pappe halten!
Auf Hitler folgt Papst Benedikt
Wer denkt bei einem Stück Pizza mit viel Käse wohl an Adolf Hitler? Keiner, hoffe ich. Eine neuseeländische Werbeagentur hatte den unglaublichen Einfall, für HELL Pizza den grausamen Diktator als Werbefigur sagen zu lassen:
„It is possible to make people believe that Heaven is HELL“. Dieses angebliche Hitler-Zitat wird gekrönt mit einem Hitlerbild, der Hand im Hintlergruß befindlich, wurde eine Pizzaecke beigefügt.
Nach Protesten, laut der Werbeagentur nur von einigen jüdischen (!) Neuseeländern, wurde die Kampagne jetzt beendet. „Wir hatten gedacht, die Leute könnten die komische Seite an einem Typen sehen, der ‚Sieg Heil!’ mit einer Pizza in der Hand macht“, verteidigte Werbemann Kirk MacGibbon von der Cinderella-Agentur seine Idee. Also ich kann ihm da nicht folgen und kann Hitler wirklich absolut nichts lustiges abgewinnen und würde Herrn MacGibbon ein paar Nachhilfestunden in Geschichte und Stil empfehlen.
Das er die dringend nötig hat, zeigt sein jetzt neu gewählter Werbeträger für die „höllische“ Pizza: Papst Benedikt, unser deutscher Papst, wird nun unglaublich so zitiert: „Die Hölle ist wirklich und ewig.“
Mir schmeckt diese Form der Werbung wenig und in dem Fall läßt sich über Geschmack aus meiner Sicht auch nicht streiten.
Britney’s Glatze hilft im Sorgerechtsstreit
Was Uli Hoeness Christoph Daum mit einem Haar beweisen konnte, das wollte Britney Spears ihrem Tänzergatten Kevin Wieauchimmer nicht zugestehen.
Trotz schwer vernebeltem Gesamtzustand in den letzten Monaten war sie immer noch pfiffig genug, sich eine Glatze scheren zu lassen. Also nicht, „arme Britney, jetzt ist sie am Ende, die Arme, jetzt schert sie sich den Kopf“. Nein, schlaue Britney, abgepitschte Britney, gut beratene Britney oder man nennt es auch kalkulierte Beweisvernichtung wegen der Drohung, ihr mittels Haarprobe und dem damit verbundenen Nachweis ihres Drogenkonsums, das Sorgerecht zu entziehen. Also eine gezielte modische Selbstverstümmelung einer drogensüchtigen Ex-Hitqueen.
Clever, die Britney, aber sehr, sehr arme Kinder!
Lange geleugnet, endlich gemerkt
Wer vor der Erderwärmung einfach die Augen verschließt, der kann einfach nicht erwarten, das diese sich von alleine abkühlt, nur weil er sie beharrlich übersieht. Tja, liebe USA, Pech gehabt, so geht es nicht! Gut zu lesen, dass der erste Mann auf dem Mond eine Namensvetterin, Saundra Armstrong, hat, die mal ordentlich rüffelt!